Enormes Potential bei der Digitalisierung von Antragsstrecken zu heben

Die Anzahl der laufenden Verträge ist mit 607,42 Millionen Policen und Verträgen (ausschließlich Versicherungen, Telekommunikation, Mietverträge und Kreditverträge betrachtet), immens und bedeutet, dass jeder Einwohner Deutschlands im Mittel 7,3 Verträge führt – Tendenz steigend. Um einen Kundenvertrag zu schließen, bedarf es grundsätzlich einer Reihe von Kundeninformationen. Alle Verträge haben gemein, dass Sie bei Vertragsabschluss erfasst wurden.

 

Ursprünglich erfolgte der gesamte Prozess auf Papier, dann an Terminals (zum Beispiel in Banken und Versicherungen) und mittlerweile online über Antragsstrecken. Allerdings liegt der Fokus auf den Anwendungen, die die größte Transaktionszahl haben: Der „Long-tail“ fällt oftmals nicht in das Zielraster der Digitalisierungsoffensiven.

Der Markt der kleinen und mittelständigen Unternehmen (KMUs) steht vor ähnlichen Herausforderungen wie der Privatkundenbereich. Jedes Unternehmen weist statistisch eine Zahl von 6,6 Verträgen auf. Im Gegensatz zum stark weitestgehend voll erschlossenem Privatkundenbereich werden Verträge und Anträge im Geschäftskundenbereich oft manuell erstellt und bearbeitet. Dies ist insbesondere bei den eher kleinen Volumina (Versicherungen und Kreditverträge) im KMU-Bereich mit hohen Kosten und Aufwänden verbunden.

Antragsstrecken wurden letztlich von örtlichen Ämtern und Landesförderinstituten umgesetzt. Bei der konkreten Umsetzung wurden verschiedene Wege gewählt. Die unterschiedlichen Ausprägungen des Antragwegs sind im Folgenden exemplarisch dargestellt:

  1. Herunterladen und Ausdrucken von Anträgen. Rückversand mittels Post
  2. Ausfüllbares PDF, Druck sowie Unterschrift und Rückübermittlung via E-Mail
  3. Formlose Anträge (Anfangs einige Finanzämter, …)
  4. Online Formulare mit nachgelagertem manuellem oder digitalem Prozesse
  5. Sonstige

Vor allem Varianten 1 bis 3 sind nicht kundenfreundlich und die Weiterverarbeitung in die nachgelagerten Systeme nur mit erheblichem manuellem Aufwand möglich. In Folge dessen ist sicher vorstellbar, dass die Bearbeitung und Bewilligung der Anträge sehr aufwendig waren.

Neben dem Idealfall – alle Angaben sind lesbar – sind folgende Fehlercluster zu differenzieren:

  • Unleserliche Angaben
  • Fehlende Angaben
  • Typos und andere Eingabefehler
    • Adresse,
    • Kontonummer
    • Telefonnummer
    • u.s.w.

Mittels einer digitalen Antragsstrecke lassen sich diese Fehler auf ein Minimum reduzieren und Unleserlichkeiten gänzlich ausschließen. Die digitale Übernahme in Bestandssysteme führt zu weiteren wesentlichen Transaktionsvorteilen.

Unser Lösungsansatz: „Unser Baukastensystem für Antragsstrecken mit Vorteilen bei Time-to-Market“

Der Lösungsansatz wird durch einen fünfstufigen Prozess analog zu Abbildung 2 abgebildet. Durch den modularen Aufbau kann der Prozess eng an die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden angepasst werden und garantiert eine kurze Time-to-Market.

Die vier Stufen sind wie folgt:

1. Aufnahme Stammdaten

Zunächst werden die Stammdaten des Antragstellers über ein Webinterface eingegeben. Zu den Stammdaten zählen die grundlegenden Angaben zu einer natürlichen und/oder legalen Person, wie z.B. Adressdaten, Name, Gesellschaftsform. Hierbei werden erforderliche Validierungen durchgeführt (PLZ, Straße, …).

2. Vertrags- oder Antragsparameter

Je nach Art variieren diese und werden in Abstimmung mit dem Kunden angepasst. Bei Kreditverträgen werden beispielsweise die Kredithöhe, Tilgungsart, Verwendungszweck, … abgefragt.

3. Legitimation und KYC

Bei der anschließenden Legitimation und Authentifizierung des Antragsstellers wird die Echtheit der Daten geprüft. Der KYC (Know Your Customer) dauert nur wenige Minute.

4. Antragsabschluss

Bei Vertragsabschluss werden alle notwendigen Eingaben inkl. der Unterschrift in ein Vertagsdokument überführt (‚Pre-filling‘). Je nach Ausprägung der Ziel-IT erfolgt die Bereitstellung zusätzlich über die standardisierte Schnittstelle.

Final wird der Gesamtdatensatz zur Weiterverarbeitung an die internen Systeme transferiert. Das Webinterface ist im Interesse einer hohen Benutzerfreundlichkeit und niedrigen Hürden selbsterklärend gestaltet und kann individuell angepasst werden, um der Corporate Identity zu entsprechen.

Konkretes Kundenbeispiel mit sehr modernem Layout

Abbildung 3 zeigt einige konkrete Umsetzungen, die mittels des Baukastens möglich sind:

  • Formular für den Kunden: Sehr moderne inkl. dynamischer Kalkulation (z.B.: Zinsen, Rendite, …)
  • Videoident-Verfahren zur Sicherstellung, dass zeichnungsberechtigte Person zeichnet und Bestätigung via Unterschrift
  • Zusammenfassen der persönlichen Daten und Übertragen diese in einen klassischen DIN A4-Papiervertrag (PDF) für die Archivierung beim Kunden und Serviceanbieter

Wie kann ich starten?

Durch den standardisierten Baukasten und den einzelnen Modulen eröffnen sich Möglichkeiten auch Antrags- und Vertragstrecken zu automatisieren. Innerhalb von wenigen Wochen, führen wir mit dem standardisierten Vorgehen einen Ihre Vertrags- oder Antragsstrecke zu digitalisieren. Dabei ist das allgemeine Vorgehen ein 3-stufiger Prozess:

  1. Gemeinschaftliche Bedarfsanalyse: Workshop zur genauen Beurteilung des genauen Bedarfs, Berechnung des Potenzials (Kostenersparnis). Einordnung in SBF, Auslagerungsklassifizierung, Anforderungen bzgl. Hosting (OnPrem, Cloud, …) und Schnittstellen zur Übergabe der Daten
  2. Anpassung des Baukastens nach Kundenwunsch: Module werden entsprechend den Spezifikationen konfiguriert und angepasst
  3. Umsetzung: Ausrollen der Gesamtlösung und Prozesslandschaft

So erreichen sie uns

BC Antragsstrecke-Baukasten

  • Peter Hoffmann: Prozess und Produkt Know-How
  • Julian Metzler: Lead Architekt
  • Birger Hechmann: Konzept und Analyse

Koordination: Stepahnie Straskraba
E-Mail:             straskraba.stephaniebroeskamp.com
Telefon:           +49 69 713798900

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